Boccia ist die italienische Variante des Boule-Spiels, bei dem es darum geht, seine eigenen „großen“ Kugeln möglichst nah an eine kleinere Zielkugel (Pallino) zu setzen (platzieren) bzw. die gegnerischen Kugeln vom Pallino wegzuschießen 

Es gibt mehrere Spielvarianten:

  • beim Einzel   (individuale; eins gegen eins) hat jeder 4 Kugeln;
  • beim Doppel (coppia; zwei gegen zwei) hat jeder Spieler 2 Kugeln;
  • beim Dreier   (terna; drei gegen drei) hat jeder Spieler 2 Kugeln.

Nach den internationalen Regeln geht ein Spiel bis 15 Punkte. Bei Wettkämpfen kann auch eine Grenze von 10 oder 12 Punkten pro Partie festgelegt werden.

Neben dem normalen Kugel „rollen“ gibt es auch zwei verschiedene Wurfarten:

  • Beim Raffa-Wurf muss die Kugel mindestens über die D-Linie (etwa 7-8 m vom Abwurfpunkt entfernt) geworfen werden. Der Spieler muss ansagen, welche Kugeln (Pallino oder Punktkugel) er treffen will.
  • Beim Volo-Wurf, bei dem ebenfalls das Ziel angesagt werden muss, darf die Kugel nur einen begrenzten Teil des Bodens berühren und darf maximal 40 cm vor der Kugel aufkommen.